Festival-Technik planen – Checkliste für Veranstalter
Ein Festival technisch auf die Beine zu stellen, erfordert mehr als Bühne und Boxen. Von der ersten Genehmigung bis zum letzten Abbautag greifen Dutzende Gewerke ineinander – und die Technikplanung entscheidet oft darüber, ob ein Event reibungslos läuft oder im Chaos endet.
Technische Kernbereiche eines Festivals
Jedes Festival hat eigene Anforderungen, aber diese Bereiche tauchen in jeder Planung auf:
- Beschallung – PA-Dimensionierung pro Bühne, Delay-Strecken für große Flächen, Monitoring für Künstler, Lärmschutzberechnung nach TA Lärm. Die Systemwahl hängt von Publikumsgröße, Geländeform und Musikgenre ab.
- Lichttechnik – Bühnenbeleuchtung, Effektlicht, Wegbeleuchtung auf dem Gelände und Sicherheitsbeleuchtung. Bei Outdoor-Events: IP-geschützte Scheinwerfer und wetterfeste Lichtsteuerungen.
- Bühnenbau – Podeste, Traversen, Rigging-Punkte, Dachkonstruktionen. Statiknachweis und DGUV-Prüfung sind bei temporären Aufbauten Pflicht.
- Stromversorgung – Generatoren oder Netzanschluss, Stromverteilung über das Gelände, Absicherung pro Bühne und Gastro-Bereich. Redundanz einplanen – ein Stromausfall auf der Hauptbühne ist der Albtraum jedes Veranstalters.
- Video und Streaming – LED-Wände für große Bühnen, Kamera-Setups für Livemitschnitte oder Streaming, Bildmischung und Recording.
Planungsablauf: Vom ersten Konzept bis zum Aufbau
Die Technikplanung beginnt Monate vor dem Event und verläuft typischerweise in diesen Phasen:
- 6–12 Monate vorher – Geländebegehung, Bühnenpositionen festlegen, grobe Technikplanung, Genehmigungen einholen (Lärmschutz, Sicherheitskonzept, Fluchtwege).
- 3–6 Monate vorher – Detailplanung pro Bühne: Rider abfragen, PA- und Lichtkonzept erstellen, Stromplanung, Zeitplan für Auf- und Abbau.
- 4–6 Wochen vorher – Equipment reservieren, Personal einplanen, Ablaufplan finalisieren, Notfallszenarien durchspielen.
- Aufbautage – Infrastruktur (Strom, Bühnen) zuerst, dann Ton und Licht. Soundcheck pro Bühne, Kommunikationswege testen (Funk, Intercom).
Typische Fehler bei der Festival-Technikplanung
- Zu wenig Strom eingeplant – Gastro, Licht und Ton zusammen ziehen mehr als erwartet. Immer 20–30 % Reserve kalkulieren.
- Kein Wetterschutz für Technik – Regen auf dem FOH-Pult oder den Endstufen kostet Tausende. Zelte, Planen und IP-geschütztes Equipment einplanen.
- Rider zu spät abgefragt – Wenn der Headliner drei Tage vorher einen bestimmten Monitor-Mix verlangt, wird es eng.
- Lärmschutz unterschätzt – Messung, Dokumentation und Einhaltung der Grenzwerte sind Pflicht. Bei Verstößen droht Abbruch durch die Behörde.
Festival-Technik von AE Rental
AE Rental plant und betreut Festival-Technik von der Konzeptphase bis zum Abbau – inklusive Funktion-One Soundsysteme, Licht, Bühne, Video und Stromversorgung. Das Team kennt die Anforderungen von Open-Air-Events aus über 20 Jahren Erfahrung im Münsterland und deutschlandweit.
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