Medientechnik
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Der Künstler betritt die Bühne.
Ein Atemzug – dann der erste Schlag der Bassdrum.
Im selben Moment zucken Lichtstrahlen durch den Raum, stroboskopartig, genau im Rhythmus. Ein Pyroeffekt zündet, das Publikum schreit auf.
Was aussieht wie spontane Magie, ist in Wahrheit das Ergebnis von perfekt aufeinander abgestimmten Timern und einem präzise programmierten Timecode.
Ein Timecode ist ein unsichtbarer Dirigent im Hintergrund. Er sendet kontinuierlich exakte Zeitinformationen – vergleichbar mit einem hochpräzisen Timer – und sagt Lichtpulten, Medienservern, Videoplayern oder Spezialeffekten, wann was zu tun ist. Dadurch laufen alle Systeme synchron – auf die Millisekunde genau. Ob über SMPTE LTC, MTC, Art-Net oder MIDI: Der Ablauf ist planbar, reproduzierbar und fehlerfrei.
Auch abseits der Timecode-Spur sind Timer fester Bestandteil professioneller Eventsteuerung:
Timer sorgen für Struktur – und schaffen Freiräume für kreative Momente auf der Bühne.
Bei einem elektronischen Live-Set wird keine Szene manuell ausgelöst – und doch wirkt alles lebendig und spontan. Licht, Video, Nebel, Pyro – alles folgt der Musik. Der Timecode gibt das Tempo vor, die Effekte folgen automatisch. Der Timer im Regieraum zeigt exakt, wann der nächste Cue startet. Das Ergebnis: maximale Präzision ohne sichtbare Technik.
Timecode Shows beginnen oft in der Vorproduktion – mit Tracks, Timecode-Spuren, Cuelists und Notizen. Die Programmierung erfolgt in Lichtpulten (z. B. MA Lighting, Chamsys), Medienservern (Resolume, QLab) oder Effektsteuerungen. Timer helfen, Übergänge zu koordinieren, Proben zu strukturieren und das Live-Team auf Linie zu bringen. Alles wird getestet – bis aus Technik Rhythmus wird.
Timecode ist ein kontinuierliches Zeitsignal, das in der Eventtechnik zur exakten Synchronisierung von Licht, Ton, Video und Effekten genutzt wird. Im Gegensatz zu einem einfachen Countdown-Timer liefert Timecode in Echtzeit präzise Zeitmarken (z. B. 00:03:12.640), mit denen sich alle Systeme exakt abstimmen lassen.
Technisch wird Timecode meist über folgende Standards übertragen:
Ob als Show-Trigger, Lichtsteuerung oder Medien-Sync: Timecode sorgt dafür, dass komplexe Abläufe immer gleich präzise ablaufen – egal ob im Theater, auf Festivals oder bei Firmenevents.
Timer und Timecode sind keine Gegensätze – sie ergänzen sich. Timer strukturieren den Ablauf, Timecode synchronisiert ihn. Gemeinsam sorgen sie für Shows, die wirken, als wären sie live improvisiert – aber in Wirklichkeit auf den Punkt geplant sind.
Ein Timer misst eine definierte Dauer – z. B. ein Countdown bis zum Showstart oder ein Slot-Timer für Redner:innen. Ein Timecode hingegen ist ein kontinuierliches Zeitsignal (z. B. SMPTE oder MTC), das Geräte in Echtzeit synchronisiert – etwa Licht, Video und Spezialeffekte.
Bei einer Timecode Show laufen alle Effekte automatisiert nach einem vordefinierten Zeitablauf. Ein Timecode-Signal gibt permanent die aktuelle Zeit aus. Geräte wie Lichtpulte oder Medienserver reagieren exakt auf diese Signale – ganz ohne manuelles Eingreifen während der Show.
Je nach Projekt erfolgt die Programmierung durch uns oder in enger Abstimmung mit externen Operator:innen. Wir erstellen Show-Cuelists, programmieren Timer-Abläufe oder richten die Timecode-Spur im Medienserver bzw. Lichtpult ein.
Ja – wir stellen Redner- bzw. Speaker-Timer bereit, die visuell oder akustisch anzeigen, wie viel Redezeit noch verbleibt. Diese Timer sind unabhängig von Timecode-Shows und kommen häufig bei Konferenzen, Panels oder Streams zum Einsatz.
Ja – wir bieten verschiedene Countdown-Timer als Zuspielung für LED-Wände oder Leinwände an. Diese sind entweder visuell animiert (z. B. mit Logo/Branding) oder funktional für Teamkoordination (z. B. Pausen-Timer, Showstart-Countdown).