Podcast for life
von Peer Hölscher
Podcast-Setup mieten – professioneller Sound für jedes Format
Podcasts sind längst kein Nischenformat mehr. Ob Unternehmenskommunikation, Thought-Leadership oder Content-Marketing – wer heute gehört werden will, braucht ein Mikrofon und eine gute Geschichte. Und wer auf YouTube, LinkedIn oder Instagram auch gesehen werden will, zusätzlich eine Kamera. Dieser Beitrag zeigt, warum sich professionelles Equipment lohnt, welche Mikrofone den typischen Podcast-Sound erzeugen und wie AE Rental beim Setup unterstützt.
Warum Podcasts gerade so beliebt sind
Die Zahlen sprechen für sich: Laut aktuellen Erhebungen hören über 40 % der Deutschen regelmäßig Podcasts. Unternehmen nutzen das Format für interne Kommunikation, Employer Branding und als Alternative zum klassischen Blogbeitrag. Agenturen produzieren Branded Podcasts für Kunden. Vereine, Hochschulen und Kommunen entdecken das Medium als niedrigschwelligen Kanal.
Was Podcasts so attraktiv macht: Die Produktionskosten sind überschaubar, die Reichweite skaliert, und der Content hat eine lange Halbwertszeit. Eine gut produzierte Folge wird Monate nach Veröffentlichung noch gehört – ganz anders als ein Social-Media-Post, der nach 24 Stunden in der Timeline verschwindet.
Der Sound macht den Unterschied
Der häufigste Fehler bei Podcast-Produktionen: am Mikrofon sparen. Ein Laptop-Mikrofon oder ein billiges USB-Kondensatormikrofon nimmt nicht nur die Stimme auf, sondern auch den Raum – Tastaturklappern, Straßenlärm, Hall von kahlen Wänden. Das Ergebnis klingt amateurhaft, egal wie gut der Inhalt ist.
Professionelle Podcasts setzen deshalb auf dynamische Großmembran-Mikrofone, die ursprünglich für den Rundfunk entwickelt wurden. Diese Mikrofone haben drei entscheidende Vorteile: Sie nehmen fast ausschließlich auf, was direkt davor gesprochen wird. Sie verzeihen akustisch schwierige Räume. Und sie erzeugen den warmen, vollen Klang, den Zuhörende unbewusst mit Qualität verbinden.
Die Klassiker: Rundfunkmikrofone für Podcasts
Wer professionelle Podcasts hört, sieht und hört fast immer eines dieser Mikrofone – nicht ohne Grund. Jedes davon hat seinen eigenen Charakter und eignet sich für unterschiedliche Stimmen und Aufnahmesituationen.
Electro-Voice PL20 / RE20
Das EV RE20 ist das Radiomikrofon schlechthin. Seit den 1960er-Jahren in Rundfunkstudios weltweit im Einsatz, bekannt für seinen neutralen, detailreichen Klang ohne übertriebene Bassanhebung bei Nahbesprechung (Variable-D-Technologie). Es verzeiht selbst ungeübten Sprechenden kleine Positionsfehler. AE Rental hat das EV PL20 im Bestand – das baugleiche Pendant aus der Professional-Serie.
Shure SM7B
Spätestens seit Joe Rogan ist das SM7B das meistfotografierte Podcast-Mikrofon der Welt. Ursprünglich als Rundfunkmikrofon entwickelt, wurde es durch Michael Jacksons „Thriller"-Aufnahme berühmt. Es klingt warm, druckvoll und extrem nah – ideal für Sprechstimmen. Ein integrierter Bassfilter und ein Presence-Boost machen es vielseitig einsetzbar. Das SM7B braucht allerdings einen kräftigen Preamp oder einen Inline-Booster wie den Cloudlifter, weil es vergleichsweise wenig Ausgangspegel liefert.
Sennheiser MD 421
Ein deutscher Klassiker aus den 1960er-Jahren, der im Rundfunk und in Tonstudios gleichermaßen zu Hause ist. Der MD 421 klingt präsent und durchsetzungsfähig, mit einem charakteristischen Mittenbereich, der Sprachverständlichkeit betont. Der Fünfstufenschalter für den Bassrolloff erlaubt die Anpassung an verschiedene Stimmen und Räume. AE Rental hat den MD 421 in mehreren Exemplaren auf Lager.
Neumann TLM 103
Wer den luftigen, detailreichen Studio-Sound sucht: Das TLM 103 ist ein Großmembran-Kondensatormikrofon aus dem Hause Neumann und klingt deutlich anders als die dynamischen Klassiker – offener, feiner, mit mehr Höhendetail. Der Nachteil: Es nimmt auch den Raum mit auf. Für akustisch behandelte Räume oder mit den mobilen Akustikelementen von AE Rental ist es eine hervorragende Wahl. Für den Küchentisch eher nicht.
AKG C414 XLS
Das Schweizer Taschenmesser unter den Studiomikrofonen. Neun Richtcharakteristiken, schaltbarer Pad und Hochpassfilter – damit lässt sich das C414 an praktisch jede Aufnahmesituation anpassen. Für Podcasts mit wechselnden Gästen und Setups ist diese Flexibilität Gold wert.
Praxis-Tipp: Für Podcast-Einsteiger ist ein dynamisches Mikrofon (EV PL20, SM7B, MD 421) fast immer die bessere Wahl als ein Kondensatormikrofon. Dynamische Mikrofone sind gutmütiger bei Raumakustik, Griffgeräuschen und Plosivlauten – und liefern sofort den „Radio-Sound", ohne dass viel Nachbearbeitung nötig ist.
Mehr als nur ein Mikrofon: Das richtige Setup
Ein gutes Mikrofon allein macht noch keinen guten Podcast. Zum professionellen Setup gehören mehrere Komponenten, die zusammenspielen müssen.
Tischarm oder Stativ: Mikrofone für Podcasts werden typischerweise auf einem Gelenkarm montiert, der am Tisch befestigt wird. Das hat zwei Vorteile: Das Mikrofon bleibt in konstantem Abstand zum Mund, und Vibrationen vom Tisch (Tippen, Abstellen von Tassen) werden gedämpft. AE Rental hat K&M Tischklemmen und Tischstative im Bestand.
Popschutz: Unverzichtbar bei Nahbesprechung. Plosivlaute wie „P" und „B" erzeugen Luftstöße, die als tieffrequentes Knallen auf der Aufnahme landen. Ein einfacher Popschutz vor dem Mikrofon eliminiert das Problem. Verfügbar als K&M Popkiller oder als integrierter Schaumstoff-Windschutz bei einigen Mikrofonen.
Kopfhörer: Podcaster brauchen geschlossene Kopfhörer, um ihre eigene Stimme und die der Gäste während der Aufnahme zu kontrollieren – ohne dass der Sound ins Mikrofon zurückkoppelt. Der Sennheiser HD 25 ist hier der Industriestandard: leicht, robust, klanglich ehrlich.
Audio-Interface oder Recorder: Das Mikrofonsignal muss aufgenommen werden – entweder über ein Audio-Interface am Computer (z. B. Focusrite Scarlett 8i6) oder über einen mobilen Recorder (z. B. Zoom F8n für Mehrspuraufnahme auf bis zu 8 Kanälen). Wer mit mehreren Gästen gleichzeitig aufnimmt, braucht Mehrkanalaufnahme – jede Stimme auf einer eigenen Spur ermöglicht gezielte Nachbearbeitung.
Video-Podcast: Wenn die Kamera mitläuft
Die meisten erfolgreichen Podcasts sind heute auch Videopodcasts. Plattformen wie YouTube, Spotify und LinkedIn bevorzugen Videoformate, und aus einer einzigen Aufnahme-Session lassen sich Dutzende Kurzclips für Social Media schneiden – Reels, Shorts, TikToks.
Für einen überzeugenden Video-Podcast braucht es nicht viel mehr als für die reine Audioaufnahme: eine oder zwei Kameras, gutes Licht und einen Bildmischer oder Recorder, der die Perspektiven zusammenführt.
Kameras: Ideal sind Kameras mit Clean-HDMI-Ausgang, die ein unkomprimiertes Videobild liefern. Die Sony Alpha 7 IV liefert Vollformat-Videoqualität mit natürlichem Bokeh – perfekt für den typischen Podcast-Look mit unscharfem Hintergrund. Für automatisiertes Tracking ohne Kameraführung eignen sich PTZ-Kameras wie die Sony BRC-X400, die per Fernsteuerung zwischen den Sprechenden hin- und herschwenken.
Licht: Gutes Licht macht mehr für die Bildqualität als eine teure Kamera. Zwei LED-Flächenleuchten (z. B. Aputure Nova P300c oder Cameo Zenit B200) sorgen für gleichmäßige, schmeichelhafte Ausleuchtung. Farbtemperatur und Helligkeit lassen sich stufenlos regeln.
Bildregie: Wer mit mehreren Kameras arbeitet, braucht einen Bildmischer. Der Blackmagic ATEM Mini Pro ISO nimmt alle Kamera-Inputs gleichzeitig als ISO-Recording auf – jede Kamera auf einer eigenen Spur. Damit lässt sich der finale Schnitt auch nach der Aufnahme noch ändern. Gleichzeitig kann der ATEM direkt auf YouTube oder andere Plattformen streamen.
Praxis-Tipp: Ein häufiger Fehler bei Video-Podcasts: Die großen Rundfunkmikrofone verdecken das Gesicht auf Kamera. Die Lösung: Das Mikrofon leicht seitlich und etwas unterhalb des Mundes positionieren, nicht frontal. Oder ein kompaktes Mikrofon wie das Sennheiser MD 421 wählen, das weniger Bildfläche beansprucht als ein EV RE20.
RODECaster: Die All-in-One-Lösung
Wer möglichst wenig Einzelgeräte verkabeln will, greift zum RODECaster Pro II. Der RODECaster ist ein Podcast-Produktionsstudio in einem Gerät: Audio-Interface, Mischpult, Recorder, Soundboard und Kopfhörerverstärker in einem. Bis zu vier Mikrofone lassen sich direkt anschließen, jeder Kanal bekommt automatisch Kompressor, De-Esser und Noise Gate – Nachbearbeitung quasi in Echtzeit.
Besonders praktisch: Die programmierbaren Soundpads für Jingles, Einspieler oder Publikumsapplaus und die Bluetooth-Verbindung für Telefoninterviews. Für regelmäßige Produktionen, bei denen das Setup schnell stehen muss und wenig technisches Personal verfügbar ist, ist der RODECaster die effizienteste Lösung.
Was AE Rental bieten kann
Je nach Bedarf gibt es verschiedene Wege, einen Podcast professionell umzusetzen:
Podcast-Mietpaket: Equipment zum Selbermachen
Für alle, die selbst aufnehmen und schneiden: AE Rental stellt ein passendes Paket zusammen – von der einfachen Zwei-Personen-Konfiguration mit einem Kompaktmischer und zwei Mikrofonen bis zum Multi-Gast-Setup mit Mehrkanal-Interface und vier Mikrofonen auf Gelenkarmen. Kopfhörer, Kabel, Popschutz und bei Bedarf ein Aufnahme-Recorder sind inklusive. Equipment abholen, aufbauen, aufnehmen, zurückbringen.
Video-Podcast-Setup
Audio-Equipment plus Kameras, Licht und Bildmischer. Von der Single-Cam-Lösung mit einer Sony Alpha auf Stativ bis zum Multi-Cam-Setup mit PTZ-Kameras und ATEM-Regie. Auch temporäre Studio-Setups in Büroräumen, Co-Working-Spaces oder auf Konferenzen sind möglich.
Full-Service: Aufnahme, Regie und Nachbearbeitung
Für Unternehmen und Agenturen, die sich auf den Inhalt konzentrieren wollen: AE Rental übernimmt die komplette technische Produktion – von der Planung des Setups über die Aufnahme mit professionellem Tontechnik-Personal bis zur Mehrspurbearbeitung und Abmischung. Audio und Video aus einer Hand, inklusive Lieferung und Aufbau an jedem gewünschten Ort.
Fazit
Ein guter Podcast klingt nach Radio, nicht nach Telefonkonferenz. Professionelle Rundfunkmikrofone, ein sauberes Aufnahme-Setup und bei Bedarf eine Kamera fürs Bewegtbild machen den Unterschied zwischen „nett gemeint" und „klingt professionell". Das Equipment dafür muss nicht gekauft werden – es lässt sich flexibel mieten, für eine einzelne Folge oder eine ganze Staffel.
Podcast geplant? AE Rental hilft weiter.
Ob kleines Audio-Setup oder Multi-Kamera-Videoproduktion – AE Rental berät zum passenden Podcast-Equipment, stellt individuelle Mietpakete zusammen und unterstützt bei Bedarf mit technischem Personal vor Ort. Einfach beschreiben, was geplant ist.
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